Amnestie-Nobelpreis

So beschreibt sich Amnesty International: eine unabhängige Nichtregierungsorganisation, eine globale Gemeinschaft von Menschenrechtsverteidigern, die sich in den Prinzipien der internationalen Solidarität erkennt. Der Verein wurde 1961 von dem englischen Rechtsanwalt Peter Benenson gegründet, der eine Kampagne für die Amnestie von politischen Gefangenen startete.

Amnesty International feiert seinen Geburtstag im Mai – ein Fest, das wir alle irgendwie feiern müssen. Die Gründe sind vielfältig. Zunächst einmal kämpft diese Organisation, die heute mehr als 7 Millionen Mitglieder hat, jeden Tag für die Verteidigung der Menschenwürde gegen Folter, Gewalt und Erniedrigung. Zu den Grundprinzipien gehört das Bestreben, eine Welt aufzubauen, in der jeder Mensch alle Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen Gesetzen zum internationalen Schutz dieser Rechte verankert sind, anerkennt.
Freiheit ist in der Tat eine Bedingung, die wir für selbstverständlich halten, aber in vielen Ländern ist das leider überhaupt nicht selbstverständlich.
Freiheit bedeutet, die Möglichkeit zu haben, zu denken, sich auszudrücken und ohne Zwänge zu handeln, nach dem Gewissen zu handeln und die Mittel zu ihrer Verwirklichung frei zu wählen.

Erinnern wir uns an die jüngsten Kampagnen von Amnesty International:
Stop Folter -  leider immer noch weit verbreitet trotz der UN-Konvention gegen diese barbarischen Methoden aus dem Jahre 1984.
Mein Körper Meine Rechte - Die Möglichkeit, über die eigene Gesundheit, den Körper, die Sexualität und das reproduktive Leben ohne Angst, Zwang, Gewalt oder Diskriminierung zu entscheiden, da es sich hierbei um Menschenrechte handelt.
SOS Europa - Um das Leben von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden beim Überschreiten der europäischen Grenzen weniger riskant zu machen.
Nein zur Todesstrafe – da sie eine Verletzung der grundlegenden Menschenrechte darstellt, ohne einen konstruktiven Beitrag zu leisten und ohne abschreckende Wirkung zu haben.
Das Symbol von Amnesty International ist eine mit Stacheldraht umwickelte Kerze, die an den Zaun eines Gefangenenlagers erinnert. Die angezündete Kerze verweist auf das Motto der Organisation, laut dem es besser ist, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.